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Kunsttechniken:

Frottage


(frottieren = abreiben)

Fast jeder hat dieses schon mal als Kind getan: Ein Pfennigstück wurde unter Papier gelegt und mit der Bleistiftrückseite abgerieben. Max Ernst brachte diese Technik in den zwanziger Jahren in die Kunstwelt ein. Alles was Profil hat, ist dafür geeignet. Glasscherben, Blätter, Gardinen, Schnur, Brettstruktur, Pappe etc.

Als Abreibemittel sind geeignet: Bleistift, Buntstift, Wachsstifte und Farbwalzen. Ab und zu geht eine solche Abreibezeichnung bei mir in eine Collage über (Coller = Kleben) (Akteure aus der Kunstwelt: K. Schwitters, M. Ernst, G. Braque, P. Picasso).

Genau gesehen bezieht sich die Collage nur auf eigenes Material, im Gegensatz dazu die Montage auf Fremdmaterial (z.B. Fotos, Zeitungsausschnitte usw.) Ich persönlich sehe aber all dies unter dem Oberbegriff Collage zusammengefasst.

Die Rollage ist also eine interessante Abzweigung der Collage. Durch Schneiden in Streifen kann ein Motiv gestaut, aber ebenso in die Länge gezogen werden. Interessant wird es mit einem zweiten Motiv in den Zwischenräumen. Es entstehen optische Klangbilder, einer Fuge ähnlich. Wird nun ein plastischer Gegenstand dazu montiert, redet man von einer Assemblage.




Matthias Klemm - Juli 2007